Noch 1077 Tage bis zum Schützenfest!

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Schützenfest in Altena - Das müssen Sie wissen

Hier gelangen Sie zum Online-Artikel des Altenaer Kreisblattes mit zahlreichen Fotos und hilfreichen Links.

 

Altena im Schützenfestfieber: Von Donnerstag bis Sonntag herrscht vier Tage lang Ausnahmezustand an der Lenne. Nach drei Jahren bekommt die Altenaer Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft wieder einen neuen König. Zeitplan, Straßensperrungen, Festprogramm und Kirmes: Das müssen Sie zum Schützenfest wissen.

 

Der Zeitplan

Donnerstag, 31. Mai: 18.15 Uhr Antreten sämtlicher Schützen in der Linscheidstraße mit Spitze Stadtwerke. Von dort um 18.30 Uhr Abmarsch in fünf Blöcken durch diese Straßen: Linscheidstraße, Kleffstraße, Linscheider Bach, Friedhofstraße. Lennestraße, stadtaufwärts bis zum Bungern. Dort Großer Zapfensteich und Abmarsch ins Festzelt zum Kommers bis 24 Uhr.

Freitag, 1. Juni: 5 Uhr Wecken in allen Stadtteilen. Eintreffen aller Kompanien im Bungern bis spätestens 7 Uhr. Gegen 9 Uhr beginnt das Königsschießen. Sobald der Adler gefallen ist, wird der König ins Zelt geführt und dort proklamiert und dekoriert. Gegen 20 Uhr trifft das Königspaares und der Hofstaates im Festzelt ein: Proklamation der Königin.

Samstag, 2. Juni: 14 Uhr Antreten der Kompanien, Aufmarsch zum Bungern, dort Ansprache und Ehrung der Preisschützen. Der Festzug nimmt vom Bungern aus den Weg Kirchstraße, Lennestraße bis Linscheidstraße (wenden), Lenneuferstraße, Lennestraße, Kirchstraße, Freiheitstraße, Lindenstraße (wenden) und zurück über Im Küstersort und Lenneuferstraße zum Festplatz.

So wird das Wetter beim Schützenfest

Außerdem: Vorbeimarsch am Königspaar mit Hofstaat an der Burg Holtzbrinck und Stadtrundfahrt des Königspaares und des Hofstaates. Im Festzelt ab 16 Uhr Konzert und ab 20 Uhr Tanz.

Sonntag, 3. Juni: Kirmesbetrieb, Seniorentag, Ausklang

Details zum Ablauf finden Sie hier

 

Das Schießen

Am Freitag geht es gegen 9 Uhr los: Gesucht wird der 66. König in der Geschichte der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft. Beim letzten Mal holte 2015 Martin Schröder von der Kompanie Nette den Vogel mit dem 1953. Schuss den Adler von der Stange. Er wählte Katja Grabowski zu seiner Königin.

Vor Martin Schröder und Katja Grabowski regierten (Auszug):

  • 2012: Thomas Becker & Leonie Lönquist
  • 2009: Thomas Roberg & Julia Lüling
  • 2006: Klaus Hesse & Nicole Kliem
  • 2003: Jürgen Henke & Petra Gerland
  • 2000: Michael Hegemann & Paloma Nielsen
  • 1997: Fritz-Uwe Finkernagel & Christel Gambalat
  • 1994: Ernst Ulrich Wirthsmann & Dorothea John
  • 1991: Dieter Steinmann & Brigitte Schmidt
  • 1988: Hermann Gerdes & Doris Merz
  • 1985: Ernst Dieter Weber & Friederike Knipping
  • 1982: Stephan Hübenthal & Ulla Lüling
  • 1979: Peter Klincke & Karin Hücking
  • 1976: Hans-Jürgen Hesse & Anne Zimmermann
  • 1973: Eckhard Kittendorf & Anelie Luckas
  • 1970: Lebrecht Knipping & Anni Kamrath

 

Das Zelt

Das Hauptzelt am Langen Kamp umfasst 2580 Quadratmeter (86 x 30 m). Es beherbergt 1906 Sitzplätze und fünf Theken mit mehreren Zapfstellen, dazu Cocktailbar, Ginbar, Weinbar und Bierspezialitätenbar.

In diesem Zusammenhang nicht uninteressant: Es gibt neun Toilettenwagen. Das Bier kostet 1,60 Euro.

Die Bühne ist 40 qm groß mit LED-Wänden, auf denen Live-Szenen vom Festgeschehen laufen. Kameraleute wandern durchs Zelt und halten auf Bands und Publikum. Ein Novum ist in diesem Jahr die Echtglas-Fensterfront zum Gewässer.

Das Zelt ist mit 50 grün-weißen Stoffbahnen (je 40 Meter Lang und 1,50 Meter breit) ausgeschlagen. Neben den Bahnen verlaufen Lichterketten. Insgesamt werden gut 10.000 Lämpchen leuchten.

Im Zelt sorgen u.a. die Partybands „Live Sensation“ (Freitag) und „Free Steps Orchestra (Samstag) für Musik.

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Der Festplatz

Nicht nur das Festzelt steht am Langen Kamp, sondern auch Fahrgeschäfte. Neu ist in diesem Jahr der "Flipper", eine Art neigbares Breakdance.

Wieder dabei ist der Autoscooter, auch Musikexpress, Kinderkarussells, der Scheibenwischer und Schießstände fehlen nicht. Am Donnerstag von 14 bis 15 Uhr gibt es für alle Altenaer Freifahrten auf allen Fahrgeschäften.

Wer den Trubel lieber von außerhalb der Fahrgeschäfte beobachtet, kann das bei Würstchen, Hotdog, Burger und an Getränkeständen tun.

 

Parken, Verkehr, Sperrungen

Insgesamt kommt es während des Schützenfestes zu Einschränkungen im Bereich Innenstadt/Lenne. Das Ordnungsamt hat die Umleitungen ausschildern lassen.

Parken: Das Parkhaus im Stapelcenter ist am Donnerstag, 31. Mai, von 17 bis 1 Uhr geöffnet und von Freitag, 9 Uhr, bis Sonntag, 22 Uhr, durchgehend. Vom 25. Mai bis 4. Juni ist das Parkhaus „Bungern“ durchgehend geöffnet. Auch das „Behördenparkhaus“ an der Bismarckstraße steht zur Verfügung.

Der Parkplatz an den Stadtwerken ist ab 30. Mai, 20 Uhr, bis 1. Juni, 20 Uhr, gesperrt.

Sperrungen: Die Lenneuferstraße ist ab der bergseitigen Haltestelle „Langer Kamp“ und ab der Einmündung Lindenstraße (unter der „Pott-Jost-Brücke“) in Richtung Innenstadt für den Gesamtverkehr gesperrt. Die Zufahrt zur Burg Altena und Freiheitstraße erfolgt über die Marktstraße. In der Kirchstraße werden ab Ecke Markstraße bis Einmündung Küstersort und in der Freiheitstraße ab Auffahrt „Langer Kamp“ bis unterhalb der Pott-Jost-Brücke absolute Haltverbotzonen eingerichtet. Kraftfahrer sollten diese Zonen und die schon bestehenden Verkehrsverbote unbedingt beachten. Vorsicht: Es wird abgeschleppt.

Busse: Die von der Vollsperrung betroffenen Buslinien 30, 34, 36 und 37 der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) werden über die Lüdenscheider Straße umgeleitet. Der Bürgerbus fährt vom 26. bis 30. Mai und vom 4. bis 6. Juni über die Lenneuferstraße, Marktstraße, Lindenstraße Richtung Breitenhagen. In Richtung Markaner werden zusätzlich die Haltestellen „Rotes Kreuz“ und „Mittlere Brücke“ angefahren.

Diese Umleitungen fährt die MVG 

Vom 31. Mai. bis 3. Juni stellt der Bürgerbus den Verkehr ein.

Taxi: Während des Schützenfestes werden Taxenplätze in der Freiheitstraße vor dem Jobcenter eingerichtet.

Quelle: www.come-on.de


Ende einer Ära: Rastatt Ehrenpforte

Die Ehrenpforte vor der Rastatt ist ein wenig größer als normal und auch ein wenig bunter. Die Schützen des Zugs 5 der Kompanie Kelleramt steckten besonders viel Liebe in die Gestaltung, denn in diesem Jahr ist alles ein wenig anders.

 

Es läuft der finale Countdown vor dem großen Schützenfest. Doch in aller Freude schwingt bei den Kelleramtsschützen auch eine gehörige Portion Trauer mit.

Denn in dieser Woche endet für sie eine Ära – nämlich die der ausgelassenen Feiern und Klönabende in der Rastatt. Es war das letzte Treffen, bevor in der Rastatt die Lichter ausgehen. „Dass wir zum Dank am Ende der Kränzebinder-Zeit eine Ehrenpforte setzen, ist Tradition und wird von allen Zügen gemacht. Dennoch ist es für uns alle hier heute etwas anderes“, sagte Zugführer Bernd Fischer.

Schließlich sei die Gaststätte eine Art Heimat für die Mitglieder des Zugs gewesen. Unzählige Erinnerungen seien mit der Rastatt verknüpft. „Es ist eine kommunalpolitische Niederlage. Vereine und Verbände brauchen die Räumlichkeiten. Die Schließung ist ein derber Rückschlag für das Vereinsleben“, erklärte Fischer.

Und so genossen die Schützen ihren letzten Abend im Biergarten der Rastatt. Ließen sich noch einmal die Frikadellen und Würstchen schmecken und schwelgten gemeinsam mit dem Team noch einmal in Erinnerungen.

Wirtin Anke Ahlers musste sichtlich mit den Tränen kämpfen. „Ich werde sie alle vermissen. Inzwischen kennt man sich ja wirklich gut“, sagte sie und war sichtlich gerührt von „ihrer“ Ehrenpforte.

Auch wenn es der letzte gesellige Abend für die Schützen in der Rastatt war. Wirklich „Tschüss“ sagten die Schützen einen Tag später. Den Rahmen des traditionellen Kronenabends nutzten die Mitglieder, um sich im Rahmen eines kleinen Umtrunks noch einmal persönlich zu verabschieden.

Ab Juli treffen sich die Zugmitglieder dann im Höhendorf. Wirt Manfred Winkhaus hat sich bereit erklärt, den Schützen vorerst eine neue Heimat zu geben. „Wir sind sehr glücklich, so eine Lösung gefunden zu haben“, freute sich Fischer.

Alle zwei Monate werden sich die Schützen nun in Wiblingwerde zum Klönen treffen – und so erstmals auch das Höhendorf grün-weiß erstrahlen lassen. „Wir haben inzwischen viele Mitglieder aus Wiblingwerde und den umliegenden Dörfern. Bisher mussten sie ins Tal, jetzt fahren wir halt rauf“, sagte Fischer.

Text/Foto: Lydia Schmitz-Machelett / AK


Verstorbene Schützen bleiben unvergessen

Drei Schützen fehlen regelmäßig am frühen Freitagmorgen, wenn die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft im Bungern antritt: Peter Grass, Friedhelm Beyer und Hand-Werner Theune bilden die Kranzkommission und ehren alle treuen Wegbegleiter, die verstorben sind. Dazu begeben sie sich mit einem gebundenen Kranz mit Schärpe ans Ehrenmal am Klusenberg, nehmen die Mütze ab und halten einen kurzen Moment inne. Sie Gedenken jenseits des Festtrubels aller, deren Herz grün-weiß geschlagen hat und die am Fest nicht mehr teilnehmen können. „Das ist ein bewegender Moment“, berichten die Kommissionsmitglieder. Parallel zur Kranzniederlegung verkündet Hauptmann Klaus Hesse den Akt des Gedenkens im Bungern und verliest die Namen der Verstorbenen seit dem letzten Schützenfest.

Traditionell sind Mitglieder der Freiheit mit dem Besuch am Klusenberg betraut. Noch vor Errichtung des Ehrenmals hat es diesen Brauch der Erinnerung gegeben.

Text / Foto: Ina Hornemann / AK


Grün-weiß aus dem Norden

„Es ist schon wichtig, in welcher Location ein Schützenfest stattfindet. Es kommt aber auch darauf an, dass dann dort die gesamte Atmosphäre stimmt!“ – Das sagt Jörg Kalthoff. Der Inhaber der gleichnamigen Deko-Fachfirma aus Delmenhorst weiß, wovon er spricht.

Ob Landesempfang des Ministerpräsidenten von Niedersachsen, ob Treffen der EU-Außenminister in Brüssel, um nur zwei zufriedene Kunden zu benennen: „Wir sind europaweit unterwegs, wenn es darum geht, dass sich die Gäste in Hallen und Sälen wohlfühlen.“ Gemeinsam mit Sohn und Ehefrau war Kalthoff gestern dabei, im Festzelt der Schützen grün-weiße Stoffbahnen von Seite zu Seite in 9.50 Meter Höhe zu ziehen.
 

Eine nicht ganz leichte Aufgabe, denn jede der 50 Stoffbahnen ist nicht nur 40 Meter lang, jedes der Tücher hat auch mit 1,50 Metern Breite durchaus „Format.“ Neben den Bahnen verlaufen noch kleine Minilichterketten.

„Mehr als 10 000 Lämpchen bringen wir an. Das sorgt für eine elegante Beleuchtung, macht das Zelt elegant, rustikal, vielleicht sogar irgendwie ein bisschen romantisch“, sagt der Deko-Fachmann. Wie bleiben Stoffbahnen dieser Länge und Breite glatt? Deko Kalthoff setzt auf die Zusammenarbeit mit einer „behüteten“ Werkstatt. Dort wird nach dem Event alles gewaschen, (die Maschinen haben Trommeln, die mehr als 80 Kilogramm fassen), geglättet und gebügelt. „Das sieht dann wie neu aus“, lobt Kalthoff seine Partner. Doch auch das Team von Zeltwirt Otto Kühling hat noch viel zu tun.

Erst Mittwoch kommen die Theken und die Technik. Seit gestern rollen Lkw für Lkw an, vollgepackt mit Bänken, Stühlen und Tischen. „Geordert sind mindestens vier Sattelaufleger“, lacht Timm Cording. Er ist vor Ort dafür zuständig, dass alles aufgebaut, gesäubert und damit festfertig gemacht wird. „Ist schon ein Ding, das alles zusammen wiegt Tonnen“, sagt Cording. Aber man sei ein eingespieltes Team. „Unter Zeitdruck kommen wir nicht. Wir planen das schon mit Vorlauf.“ Planen, überwachen, korrigieren und helfen: das ist die Aufgabe der FWG-Zeltkommission. Deren Mitglieder Alexander Grass, Bernd Fischer, Michael Hegemann und Volker Richter wälzten gestern Pläne, vermaßen Stellplätze neu im Zelt oder Außenbereich und stimmten sich mit den diversen von Kühling engagierten Zeltaufbau-Teams ab.

 „Keine Probleme“, signalisierten die Vier, die sich „natürlich für diesen Job Urlaub genommen haben.“ Zurück zur Deko: Die wurde gestern fertig. Und Jörg Kalthoff ist sicher: „Jetzt hat das Zelt Flair. Alle Besucher dürfen sich schon auf ein besonderes Fest freuen, auch wenn unser Beitrag vielleicht gering ist“. Eine schelmische Untertreibung...

Text / Foto: Johannes Bonnekoh / AK


Die Stadt ist geschmückt

Grünbinden kann ein ganz schön schweißtreibender Job sein, doch jeder, der in der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft Rang und Namen hat, bekommt eine Ehrenpforte zum Fest. Am Samstag brachen die Mitglieder der Kompanien schon recht früh auf, um die Tannen aus dem Wald zu holen und ansehnlichen Schmuck für die Hauseingänge zu gestalten.

Zudem sind die am Wochenende installierten Wimpelketten im gesamten Stadtgebiet ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Countdown zum Fest läuft. Anwohner des Langen Kamps konnten live zusehen, wie Zelt und Kirmesplatz zu einer immer größeren Vergnügungsmeile heranwuchsen.

In der Woche geht es für die Schützen noch ans Birkenschlagen im Wald, damit an allen Hauptverkehrsadern ein einheitliches Bild entsteht. Nach getaner Arbeit gibt´s natürlich eine kühle Erfrischung für alle Mitwirkenden.

Text: Ina Hornemann / AK - Foto: Heinz Wagener / FWG


Heimbewohner bekommen Rollstuhl-Shuttle ins Schützenzelt

Auch den Bewohnern des Ellen-Scheuner-Hauses kribbelt es schon in den Fingern, je näher das Schützenfest heranrückt. Die Frage, wie die Senioren am Sonntag zu ihrem Kaffeetrinken ins Zelt gelangen können, ist beantwortet: „Wir holen die Bewohner ab und bringen sie auch wieder zurück“, verspricht Uwe Kober.

Das Pflegepersonal allein kann unmöglich alle Interessenten auf einmal in Richtung Langer Kamp bringen, was für Besorgnis unter den Bewohnern gesorgt hatte, denn auf das Seniorenkaffeetrinken freuen sich schon ganz viele von ihnen. „Wer früher mitgefeiert hat, dem soll es nicht verwehrt sein, nur weil er nicht mehr mobil ist“, stellt Uwe Kober klar. „Wir kümmern uns darum!“ In puncto Festumzug haben die Senioren nahezu eine Pole-Position, denn die Parade wird quasi vor ihrer Haustür abgenommen. Auf Höhe der Burg Holtzbrinck wird ein Podest für Königspaar und Hofstaat errichtet, dazu gibt’s Platz für die Blaskapellen. Scheffe Dirk Himmelmann gab am Freitagabend im Lennestein die Instruktionen zur geringfügig veränderten Marschroute an die Zugführer weiter. Auf ein in der Vergangenheit sehr beliebtes Späßchen müssen die Züge dringlichst verzichten, betonte Dirk Gerland: „Der Kapellenklau ist streng verboten!“ Auch aufgrund des verschärften Sicherheitskonzepts ist der Ein- und Ausmarsch zum Schießstand strenger getaktet.

Spontanes Vordrängeln mit einer einem anderen Zug zugeordneten Musikgruppe gehört der Vergangenheit an. Zugführer sollten vorab klären, wer wie oft ans Gewehr möchte und die Schießmarken geschlossen für alle einkaufen, um den Ablauf zu vereinfachen. Hauptmann Klaus Hesse verkündete im Rahmen der letzten Vorstandssitzung vor dem Fest die Öffnungszeiten des Toom-Parkhauses: Donnerstag kann es von 17 bis ein Uhr genutzt werden, ab Freitag ist es ab 9 Uhr bis Sonntag 22 Uhr geöffnet. Das Umfeld des Schießstandes ist zur Anbringung des Adlers von Unkraut befreit worden und wird bis Freitag wieder ansehnlich hergerichtet. Bevor das spannende Rennen um Insignien und Königswürde beginnt, werden die Pott-Jost-Medaillen vergeben im Bungern. Rendant Ulrich Wirthsmann hat mal nachgesehen: Fast jedes zehnte Gesellschaftsmitglied erhält in diesem Jahr eine solche Auszeichnung. 2206 Mitglieder sind gelistet. Die meisten davon gehören der Kompanie Freiheit an.

Text / Foto: Ina Hornemann / AK


Ein Wappen kommt nach Hause

Peter-Wilm Schmidt hatte es im September 1995 persönlich in Kiel überbracht und nach Außerdienststellung des Schnellboots Frettchen brachte er das Stadtwappen am Samstag am Haus der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft an. Das Kunstwerk bleibt in Altena.

Es war eine jahrzehntelang andauernde und schöne Freundschaft zwischen der wechselnden Frettchen-Besatzung, der FWG, dem THW und der Marinekameradschaft Altena. Bei jedem Besuch und Gegenbesuch wurde ein schönes Geschenk überreicht. 1995 nahm Kommandant Harald Wehr das von Fähnrich Peter-Wilm Schmidt gestiftete und aus Bronze gegossene Stadtwappen entgegen. Bis zur Außerdienststellung des Boots im Jahr 2016 fuhr die Heilige Katharina mit, um die Seeleute zu beschützen und an die Freunde im „Sauerländer Heimathafen“ zu erinnern. Die „Frettchen-Kommission“ der FWG unter Leitung von Eckhard Kittendorf hält zu den letzten Mitgliedern der Mannschaft noch immer Kontakt.
 

"So lange da was hängt, holen wir das"

Das Los hat entschieden: Als 19. Zug geht „Kelleramt 5“ am kommenden Freitag zum Königsschießen. „Wir hoffen, dass der Rumpf dann noch hängt“, schmunzelt Zugführer Bernd Fischer. Am besten auch noch ein Flügel. Denn bis jetzt sind die Nachrodter immer leer ausgegangen. Keine Insignien weit und breit. Jetzt aber? „So lange da noch was hängt, holen wir das.“ „Der schönste Zug“ der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft freut sich jedenfalls riesig auf das Schützenfest in Altena.

„Wenn der Vogel vorher fällt, bevor wir dran sind, ist das auch nicht schlimm. Wir feiern den neuen König“, erzählt Bernd Fischer, der mit seinem Spieß Achim Bröcker 60 Schützen aus der Doppelgemeinde versammelt. Der einzige Zug außerhalb der Burgstadt ist einst aus den Zügen 3 und 4 Bahnhofstraße entstanden – in den 1960er Jahren.

„Die Gesellschaft hat sich damals darauf eingelassen, aber niemals geglaubt, dass er ein eigenständiges Leben führen kann“, erzählt der Zugführer, der seit 2008 das schöne und arbeitsreiche Amt innehat.

Tradition ist etwas Besonderes bei den Schützen – und augenscheinlich etwas, was viele Menschen begeistert. Auch junge Leute. Allein neun neue Mitglieder stießen in diesem Jahr zum Kelleramt Zug 5. Aber es gibt auch Nachrodt-Wiblingwerder, die in anderen Zügen beheimatet sind – zum Beispiel deshalb, um mit den Freunden aus alten Burggymnasium-Zeiten zusammen zu sein.

Wo auch immer sich die Schützen zugehörig fühlen: Seit drei Jahren gilt nur der Blick aufs nächste Fest. „Es ist ein Nach-Hause-Kommen. Man trifft immer Leute, die man ewig nicht gesehen hat“, erklärt Achim Bröcker die Faszination rund um die Feierlichkeiten.

Und natürlich ist es auch ein „Sehen und Gesehen werden“. „Im Anzug, kein Haufen Papageien“ „Wir präsentieren uns bei den Umzügen der Bevölkerung. Und die müssen auch erkennen, wer denn da vorbei gelaufen kommt. Die Kompanie hat ein eigenes Schild, und die Züge auch. Zugschildträger des Zuges 5 ist in diesem Jahr Tim Brandt. Das Schild zeigt rechts und links das Wappen der Stadt Altena und das Wappen der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. Auf dem Bild ist die alte Eisenbahn zu sehen, die im Kelleramt fuhr, und der Selvebogen. „Weil unser altes Schild etwas langweilig war, und wir die Unterstützung von Reiner Merz hatten, sind wir auf die Form des Festabzeichens gekommen. In der Mitte haben wir das Kompanielogo. Die Wappen sollen zeigen, dass wir das Bindeglied der Kommunen sind“, erzählt Bernd Fischer, der auch noch das allererste Schild des Zuges hat.

Und der Name Kelleramt? Das Kelleramt erstreckt sich quasi von Hohenlimburg bis nach Werdohl. Das Kelleramt umfasste einst alle Höfe und Ländereien, die die Burg versorgt haben. Die Nachrodter sind beim Thema Schützen keine Nachrodter, sondern Teil der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft. Und als solche wollen sie übrigens bei den Umzügen auch schön aussehen. „Also wird der Zug möglichst im Anzug oder in dunkler Kleidung erscheinen. Damit das nicht aussieht wie ein Haufen Papageien“, lacht Bernd Fischer.

Bei aller Vorfreude auf das Festgeschehen, gibt es bei den Mitgliedern des Zuges 5 im Moment auch ein bisschen Wehmut. Denn am Montag und Dienstag werden sie das letzte Mal in der Rastatt sein. „Das war zentraler Mittelpunkt für uns“, sagt Achim Bröcker. Und Bernd Fischer ergänzt: „Wir haben uns dort immer wohl und aufgehoben gefühlt. Anke Ahlers hat das immer hervorragend gemacht. Wir schmücken am Montag die Rastatt. Die Wirtin bekommt eine Ehrenpforte von uns. Und es ist ein Abschied“, ist Bernd Fischer sehr enttäuscht. Christina Westerwell wird etwas deutlicher: „Kommunalpolitisch hingerichtet wurde die Rastatt.“

Ändern können die Schützen die Schließung der Traditionsgaststätte nicht. Und so sind sie jetzt froh, dass sie in der Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ in Wiblingwerde „unterkommen“ können. „Einige Schützen sind jahrelang von oben ‘runtergekommen, jetzt geht es mal andersrum“, ist Achim Bröcker froh, dass es eine Lösung gibt. Denn wichtig ist auch das Leben zwischen den Schützenfesten – mit Stammtischen (6. Juli erstmals nach dem Schützenfest bei Winkhaus), Picknicks und Winter-Wanderungen.

Text / Foto: Susanne Fischer-Bolz / AK


Flipper ist neu auf dem Festplatz

Seit gestern ist der Parkplatz Langer Kamp für den Schützenfest-Aufbau gesperrt. Und es tut sich auch schon was: Viele LKW tummeln sich auf dem nun doch relativ klein wirkenden Parkplatz und laden hauptsächlich Zelt-Bauteile ab.

Mit dem Boden des Festzeltes begann am Freitag der Aufbau. Zuvor wurde allerdings der Platz vermessen und Strom- und Wasserleitungen verlegt. "Die Stadtverwaltung hat uns auch alle Richtlinien gezeigt, die wir einhalten müssen", sagt August Schneider, Vorsitzender des Schaustellervereins Gütersloh Lippstadt. Die Sicherheit beim Schützenfest stehe immer an erster Stelle. So werde die Zufahrt eine Mindestbreite haben und es würden mehrere Ausgänge freigehalten, um ein schnelles Verlassen des Geländes zu ermöglichen.

Doch bringen die Sicherheitsvorschriften mehr Arbeit mit sich? Schneider, Volker Richter, Platzmeister der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft (FWG) und Ludger Emken von der Firma Kühling, die das Festzelt aufbaut, schütteln den Kopf. Das Zelt werde ähnlich wie beim letzten Schützenfest aufgebaut, lediglich die großen LED-Wände und eine Ginbar seien neu. Große Gefahren durch das Wetter sieht Emken auch nicht. "Deutschland ist in vier Windzonen eingeteilt. In der stärksten Zone baue ich schon gar nicht mehr, da komme ich lieber nach Altena", erklärt er.

Doch nicht nur das Festzelt nimmt am Langen Kamp Form an, es sind auch die ersten Fahrgeschäfte dort. Neu ist in diesem Jahr der Flipper, eine Art neigbares Breakdance. Selbstverständlich wieder dabei ist der Autoscooter, auch Musikexpress, Kinderkarussels, der Scheibenwischer und Schießstände fehlen nicht. Wer den Trubel lieber von außerhalb der Fahrgeschäfte beobachtet, kann das bei Würstchen, Hotdog, Burger und an Getränkeständen tun.

Die Frage, wann die ersten Geschäfte stehen werden, möchten die Männer nicht genau beantworten. "Am Donnerstag Mittag muss alles fertig sein", sagt Volker Richter. Von 14 bis 15 Uhr gibt es dann für alle Altenaer Freifahrten auf allen Fahrgeschäften. "Das haben die Schützen gesponsert", betont August Schneider.

Text / Foto: Carolina Ludwig / AK


Altenaer Schützen sind Spitzengastgeber

Das Altenaer Kreisblatt veröffentlicht Fotos von den Schützenveranstaltungen am 19.05.2018. Hier werden Sie zur Bildergalerie weitergeleitet...