Noch 190 Tage bis zum Schützenfest!

1734 - 1766

1734 - 1766

1738 werden in der Freiheit Altena 67 Drahtrollen, Korn-, Öl- und Lohmühlen in einem Verzeichnis gezählt.

Links: Ausschnitt von einer Reproduktion der Karte von 1738

 

Im gleichen Jahr wird der Neubau der Lutherkirche eingeweiht. Das Kirchhaus wurde vergrößert, lediglich der Turm blieb stehen. Die Schützengesellschaft beteiligte sich an der Baufinanzierung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zeit der Könige in Preußen

1740 beginnt die Regierungszeit von König Friedrich II. (Der Große / Der Alte Fritz) von Preußen (seit 1772) (1740 – 1786).

Der „Alte Fritz“: Friedrich II. im Alter von 68 Jahren (Gemälde von Anton Graff, 1781); gemeinfrei

 

1742 erläßt Friedrich die Weisung, daß Altenaer Drahtzieher keinen Wehrdienst leisten müssen.

 

1744 kommt es zu einer Wirtschaftskrise in Altena in deren Folge die ersten Eisendraht-Stapel-Gesellschaft gegründet wird.

 

1745 strecken die Schützen die vom König geforderten Kriegsanleihen vor. Die Freiheit zahlte das Geld mit Zinsen zurück.

 

1748: Schützenfest mit neuer Schützenordnung nach dem Aachener Frieden

 

1750 Die Burg verfällt immer mehr, in der Nette brennen 300 Häuser, auch das Akzisetor (Hexentor) an der Straße nach Neuenrade (später „Dei Straote rop“, dann Königstraße, dann Bergstraße) wird zerstört.

Das Drahtwaschen auf „Polterbänken“ wird erstmalig erwähnt.

 

1753 kommt es zur preußischen Gebietsreform. Altena wird Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.

Es erfolgt die Einrichtung eines Landgerichts in Altena, zuständig für Altena, Neuenrade und Iserlohn. Behandelte Kriminalfälle, das zuständige Gefängnis befindet sich auf der Burg.

 

Ein Ersatzbauwerk für die Steinernen Brücke wird errichtet.

 

1754 erfolgt die Ernennung eines „Fabriquenkommissars“ zur Förderung des Eisengewerbes in der Grafschaft Mark.

 

1756: Siebenjähriger Krieg. Nach dreimonatiger Vorbereitung muss das Schützenspiel wegen des drohenden Krieges abgesagt werden. Die Schützen strecken erneut die Kriegsanleihen vor.

Die Freiheit ist nicht direkt vom Krieg betroffen, leidet aber unter Einquartierungen, Kriegscontributionen und Zwangsanleihen.

 

1764: Schützenfest als Friedensfest. Es werden zwei Schützenkönige ausgeschossen.

Anschließend leidet Altena unter den Folgen des 7jährigen Krieges. Das Interesse am Schützenspiel erlahmt für lange Zeit.

 

1765 hat Altena 2738 Einwohner.

 

Altena wird  1766 Sitz des Kriminalgerichts für die Grafschaft Mark unter dem Criminalrichter Castringius. Auf der Burg befinden sich Verhörstuben und das Gefängnis  (Männergefängnis im Bergfried, Frauengefängnis in der sog. Frauenkammer unter der heutigen Kapelle).

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

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