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Schützenlexikon

Auf dem Sande

„Auf´m Sande“: Das Gelände zwischen der heutigen Lindenstraße und Bornstraße. Die Lenne macht hier einen Bogen. Der Fluss prallt an den Bergfels vom Breitenhagen. An der gegenüberliegenden Uferseite lagerte sich im Laufe der Jahrhunderte viel Flußsand ab und schuf dabei eine recht ebene Fläche.

Im Jahre 1719 fand das Königschießen erstmals "ober der Steinernen Brücke" statt.

Nachdem in den darauffolgenden Jahren wieder im Bungern geschossen wurde, entschied man sich 1791 das Schießen "Auf dem Sande" durchzuführen. Der sandigen Platz ist etwa dort, wo 1885 die erste katholische Kirche in der Region errichtet und 1897 bis 1899 an gleicher Stelle die St. Matthäus Kirche felsenfest auf den Sand gesetzt werden wird: Das neugotische Bruchsteingebäude thront auf acht Meter langen Holzpfeiler, die zur Stabilität im Sandboden der Lenne stehen.

Der heutige Schießstand am Lennestein befindet sich also in unmittelbarer Nähe zum Schießstand von 1719. Obwohl der Begriff geographisch heute nicht mehr genutzt wird, sprechen die Schützen der FWG auch noch heute davon, dass sie zum Schießstand "Auf dem Sande" ziehen.

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Autor: Christian Klimpel / 2017; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Foto 1: Petra Klawikowski https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Altena_Lennestein_FFSN-4849.jpg

Foto 2: Unbekannter Künstler