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Schützenlexikon

Hotel Würschmidt


Übersicht

1. Allgemein

2. Heute in Altena

3. Geschichte

4. Die Gaststätte und ihre Wirte

5. Das Haus und die Schützen

 

 


zu 1.: Allgemein

Ein Hotel ist ein Beherbergungs- und Verpflegungsbetrieb für Gäste gegen Bezahlung. Es ist ein touristisches, dem Hotel- und Gaststättengewerbe zuzuordnendes Unternehmen.

Quelle: www.wikipedia.de

Würschmidt ist ein Familienname.


zu 2.: Heute in Altena

Das "Hotel Würschmidt" war eine Wirtschaft mit Gästezimmern im Hause Kirchstraße 43. Geführt wurde es auch unter den Namen "Gasthof Gobrecht".

Heute ist dort das "Hotel am Markt".


zu 3.: Geschichte

Die Geschichte des Hauses vor 1830 ist dem Autor nicht bekannt.


zu 4.: Die Gaststätte und ihre Wirte

Im Jahre 1830 wurde die Gaststätte von Johann Friedrich Trappe bewirtschaftet.

1845 war Peter Wilhelm Schröder zusammen mit seiner Ehefrau Wilhelmine Trappe Betreiber der Gaststätte.

1846 übernahm Julius Machenbach die Wirtschaft. Er war mit Friederike Trappe verheiratet.

Von 1847 bis 1850 hieß der Wirt Gottlieb Paulmann.

Ihm folgte von 1850 bis 1875 Peter Wilhelm Schröder.

Von 1875 bis 1905 führte Friedrich August Wilhelm Gobrecht das "Hotel Gobrecht". Bevor er 1907 verstarb, übergab er das Hotel bereits 1905 an Friedrich Gobrecht, der das Haus bis 1910 führte. Friedrich Gobrecht unterstützte Richard Schirrmann bei dessen Idee eines Jugendherbergswerks und stellte bis 1907 Zimmer zur Verfügung.

1914 versah Karl Ludvigsen den Dienst hinter dem Tresen.

Im Jahre 1918 übernahm die Baufirma Ludwig Schiffer das Objekt. Nach 1945 ging es in den Besitz von Wilhelm Gerber über. 1949 wurde die Gastwirtschaft von Hugo Täuber geführt.

Schließlich übernahm der Schwiegersohn von Wilhelm Gerber, Paul Würschmidt, das Gebäude im Jahre 1951 und eröffnete wieder ein Hotel. Das Foto zeigt das "Hotel Würschmidt" vor 1964.

Nach dem Tod von Paul Würschmidt bewirtschaftete seine Witwe Marianne Würschmidt jedoch nur noch ein paar Jahre den Hotelbetrieb. Die Gaststätte ließ sie geschlossen. Marianne Würschmidt verstarb am 31.12.2003.

Am 25.11.2006 eröffnete die Familie Bacevic das "Hotel am Markt".


zu 5.: Das Haus und die Schützen

1988 wollte der Stapelzug sein angestammtes Kränzebinderlokal im "Haus Overbeck" verlassen. Unter ihrem Zugführer Burkhard Wetterau fanden die Kränzebinder/innen 1991 im "Hotel Würschmidt" einen neuen Treffpunkt. Marianne Würschmidt hatte den Schankbetrieb zu dieser Zeit zwar bereits eingestellt, aber die Schützen mieteten sich die Räumlichkeiten an und versorgten sich dort bis 2003 in Eigenregie.

Im Jahr 2018 erinnerte sich Scheffe Burkhard Wetterau: "In welchem Jahr Frau Würschmidt den Betrieb eingestellt hat, weiß ich nicht mehr. Ich erinnere mich nur noch daran, dass sie nach dem Tod ihres Mannes den Kneipenbetrieb eingestellt hat und dann jahrelang nicht mehr in diese Räume einschließlich Küche gegangen ist. Die Mitglieder des Stapelzuges mussten 1991 irrsinnig viel dort arbeiten. Dazu gehörte insbesondere die Toiletten wieder, zumindest einigermaßen, benutzbar zu machen, den Thekenraum zu entrümpeln und die Raufasertapete teilweise mit Heftzwecken wieder zu befestigen. Aber dafür hatten wir unsere eigene gepachtete Wirtschaft , in der wir vor allem durch den Bierverkauf, trotz günstiger Preise, viel Geld eingenommen haben. Dadurch konnten wir nach den Schützenfesten immer mehrtägige Zugfahrten für unsere Kränzebinder/innen anbieten, zum Beispiel nach Kulmbach, nach Prag und mit der Fähre nach Schweden. Da ist mancher Hektoliter an den Kränzebinderabenden verzapft worden."

Während der Renovierung des Hotels und der Gaststätte in den Jahren 2006 und 2009 kam der Stapelzug im "Treibhaus" und "Zum schwarzen Raben" unter. Seit 2012 trifft sich der Stapelzug wieder im "Hotel am Markt".

 

Das Foto zeigt das "Hotel Würschmidt" während des Schützenfestes 1976.


Autor: Christian Klimpel / 2018; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Foto 1-4: unbekannt