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Schützenlexikon

Kleinod


Übersicht

1. Allgemein

2. Heute in Altena

3. Geschichte

 

 


zu 1.: Allgemein

Kleinod ist ein altes deutsches Wort für ein Schmuckstück. Heute wird es überwiegend im übertragenen Sinne für eine (nicht nur gegenständliche) Kostbarkeit benutzt.

Die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bedeutungsvarianten sind im Grimmschen Wörterbuch in aller Ausführlichkeit zusammengetragen worden. Aus dieser Vielfalt sind hier nur die häufigsten der früheren Bedeutungen genannt: Zu ihnen gehört natürlich auch und in erster Linie Schmuckstück, vor allem, wenn es als Einzelstück zeichenhaften Charakter hatte. Aber auch eine Insignie, ein Reliquiar, sogar ein Trinkgefäß oder Geschirr konnte so bezeichnet werden, vorausgesetzt, es bestand aus wertvollem Material (Edelmetall, Juwelen, Email) und war von geringer Komplexität und Größe.

Quelle: www.wikipedia.de / 2014


zu 2.: Heute in Altena

Am unteren Ende der Königskette hängt das Schützenkleinod. In Altena ist dies ein silberner Papagei auf einer Stange, von der eine Armbrust hängt.

Dies deutet zum Einen auf das 15. Jahrhundert hin, als Altena zur Freiheit erhoben wurde und die Armbrust die vorherrschende Waffe war.

Zum anderen ist es das Sinnbild des Vogels, der von der Stange geholt wird.

Quelle: Nadine Hampel; Das Schützenfest als kultureller Sonderfall; 2010


zu 3.: Geschichte

Bereits 1637 wurde das Kleinod in Altena erstmals in den Unterlagen erwähnt. Es wurde damals dem Schützenkönig in Verwahrung gegeben.

Spätestens mit Einführung einer "Königskette"im Jahre 1873 fand das Kleinod dort seinen Platz.


Autor: Christian Klimpel / 2018; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Foto: Entnommen aus dem Buch "Altena und seine Schützen" von Wilhelm Simons