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Schützenlexikon

Linscheider Bach

Linscheider Bach ist eine Ortsbezeichnung und ein Straßenname.

Der Linscheider Bach ist die Heimat des vierten Zuges der Kompanie Mühlendorf.

 

 

 

 

 

14. Jahrhundert

Die im 13. und 14. Jahrhundert aufkommende Verwendung der Wasserkraft zum Antrieb für den Blasebalg am Hochofen und am Schmiedefeuer, dann auch des Hammerwerks und der Ziehbank zwang die bis dahin auf den Bergen arbeitenden Hüttenleute, Schmiede und Drahtzieher, sich an die Wasserläufe in den Tälern zu begeben und dort auch ihre Wohnungsiedlungen anzulegen.

Das selbst hergestellte Eisens (sog. Osemund) wurde so mit Hilfe der Wasserkraft zu Draht. Ein begehrter und wertvoller Rohstoff - nicht nur in der damaligen Rüstungsindustrie.

Eine blühende Drahtindustrie war die Folge und zahlreiche Drahtzüge, sogenannte Rollen, entstanden an den Nebenflüssen der Lenne, an Nette, Rahmede, Brachtenbecke und Linscheider Bach.

 

20. Jahrhundert

Von den industriellen Ursprüngen war im 20. Jahrhundert nichts mehr zu erkennen. Es entstand eine Wohnsiedlung mit der Gaststätte "Zum Kölsche Joe". Seit 1936 nutzte der SC "Gut Nass" das Freibad und 1958 wurde gegenüber eine Jugendherberge eingeweiht.

Im Jahre 2009 fand das letzte Kränzebinden der Kompanie Mühlendorf in der Traditionsgaststätte "Zum Kölschen Joe" statt. Seit 2012 treffen sich die Züge 2-4 in der ehemaligen St.-Thomas-Morus Kirche an der Freidhofstraße.

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Foto 1+2: Postkartenmotiv