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Schützenlexikon

Treibhaus


Übersicht

1. Allgemein

2. Heute in Altena

3. Geschichte

4. Die Gaststätte und ihre Wirte

5. Das Haus und die Schützen

 

 


zu 1.: Allgemein

Eine Recherche bei Wikipedia ergab, dass "Treibhaus" für Gewächshaus, eine deutsche Band, einen Roman von Wolfgang Koeppen und ein Kulturzentrum in Innsbruck steht.

"Zum Treibhaus" in Altena ist eine ehemalige Gaststätte im Hause Fritz-Thomee-Straße 49.

 


zu 2.: Heute in Altena
Am 22. Januar 2014 stand das leerstehende, ehemalige Hotel Sauerland an der Fritz-Thomee-Straße in Flammen. Am 14. September 2015 erfolgte der Abbruch der Brandruine.

zu 3.: Geschichte

Über die Geschichte des Hauses ist dem Autor zur Zeit nur wenig bekannt. Sicher ist, dass das Gebäude schon vor 1979 eine Gaststätte war.


zu 4.: Die Gaststätte und ihre Wirte
Robert Reitz 1982 in seiner Gaststätte Treibhaus
Vor 1979 wurde die Gaststätte als "Haus Freitag" und "Hotel Sauerland" geführt.
 

Karin Theis führte die Gaststätte bis zum 29. Juni 1979. Spätestens zu diesem Zeitpunkt gehörte das Haus Eduard Vormann von der Brauerei Vormann aus Hagen-Dahl.

 

Dieser schloss am 23.11.1979 einen Mietvertrag mit Martin Prior, der die Gaststätte "Treibhaus" zusammen mit Renate Lange-Kriegler, Detlef (lt. WR-Angabe: Volker) Kriegler, genannt Charlie, und Hans-Robert Reitz führte.

Das Gasthaus mit regelmäßiger Livemusik kam insbesondere bei Jugendlichen sehr gut an. Lärm und fehlender Parkraum führten jedoch zu Problemen mit den Anwohnern, Schäden am Haus und hohe Heizkosten zu Unmut bei den Pächtern. Zum 01.01.1982 löste sich das Wirte-Quartett auf. Martin Prior und Renate Lange-Dahl eröffneten daraufhin eine Gastwirtschaft in Hohenlimburg. Am 01.03.1982 folgte ihnen Volker Kriegler dorthin. Der damals 28jährige Sozialarbeiter Robert Reitz führte die Gaststätte Treibhaus noch einige Monate alleine weiter.

Anschließend stand das Haus für eine lange Zeit leer.

Am 01.09.1996 eröffnete das städtische Jugendzentrum "Treibhaus" an der Fritz-Thomee-Straße. Im Jahr 2003 verlegt die Stadt das Jugendzentrum jedoch an die Lüdenscheider Straße 29.

2009 kauft Gerard Raaimakers das Hotel "Sauerland". Der niederländische Investor wollte das Restaurant renovieren und neu eröffnen. Dazu kam es jedoch nicht.


zu 5.: Das Haus und die Schützen

Im Jahr 2006 stand das "Hotel Würschmidt" zum Kränzebinden nicht mehr zur Verfügung. Daher suchte der 2. Zug (Stapelzug) der Kompanie Freiheit ein geeignetes Kränzebinderlokal. Die Schützen unter Zugführer Thomas Becker (König 2012) wurden sich schließlich mit der Vormann-Brauerei einig und pachteten die Gaststätte selbst an.

Im Jahr 2018 erinnerte sich Scheffe Burkhard Wetterau: "Als der Stapelzug das Hotel Sauerland zum Kränzebinderlokal erkoren hat, hat vor allem unser Ehrenspieß Willi Lengelsen dort viel Arbeit investiert. Damit unsere Gäste das Kränzebinderlokal leichter erreichen konnten, habe ich seinerzeit den Bürgerbus ausgeliehen – ich war damals aktiver ehrenamtlicher Fahrer in dem Verein. Ich habe dieses nachgebaute Oldtimer-Schätzchen dann zum “Stapelzug-Express” umfirmiert und die Gäste vom Langen Kamp zu unserem Lokal chauffiert."

Ab 2009 traf sich der Stapelzug dann in der Gaststätte "Zum schwarzen Raben".


Autor: Christian Klimpel / 2018; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Fotos 1+2: Christof Hüls www.altena-online.de

Foto 3: unbekannt

Foto 4: Stadtarchiv / Quelle Westf. Rundschau