Noch 222 Tage bis zum Schützenfest!

Schützenlexikon

Zehrung

In ihrem Buch "Das Schützenfest als kultureller Sonderfall" beschreibt Nadine Hampel, dass die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft Altena seine Wurzeln in einer kirchlichen Gilde hat. Weiter führt sie aus:

Gilden werden besonders mit Wortstämmen wie Opfer, Zahlung, Bruderschaft und Gemeinschaft in Zusammenhang gebracht. Schon immer wurden Gilden auf altheidnische, mit Opfern verbundene Trinkgelage zurückgeführt.

Schon zu Entstehungszeiten der Schützengilden und ihrer Feste und Umzüge gab es, meist am Ende der Feierlichkeiten, ein sogenanntes „Gelage“, also ein von jeglichem Alkohol dominierte, abschließende Feier. Heutzutage hat das Trinken im Zuge von Kränzebinden und Kompaniefeierlichkeiten während des gesamten Schützenfestes und auch dessen Vorbereitungen, eine größere und besondere Rolle erlangt. Innerhalb der Schützengemeinschaft herrscht jedoch eine besondere Trinkkultur und es existieren sogar eigene Traditionen.

Quelle: Nadine Hampel; Das Schützenfest als kultureller Sonderfall; 2010

 

 Im Laufe der Geschichte des Altenaer Schützenwesen gab es die Gelage nicht nur in Verbindung mit einem Vogelschießen.


Oft, wenn die Lust zum gemeinsamen Feiern groß war, aber ich finanziellen Möglichkeiten für ein großes Schützenfest nicht ausreichend, fand man sich zu einem Gelage oder einer Zehrung zusammen.

 

Neben dem Genuss von Alkohol ging es dabei aber auch um ein gemeinsames Festessen, dass zeitweise auch gemeinschaftlich vorbereitet wurde.

 

Seit Beginn der Auszeichnungen (um 1580) fanden die Zehrungen zunächst am Bungern statt. Von dort ging man in verschiedenen Gasthäuser der Stadt. Zeitweise zog man auch das Rathaus in das Geschehen mit ein.


Später fanden sie Zehrungen ausschließlich in Gasthäusern, dann auf den Festplätzen am Linscheid und am Langen Kamp statt.

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de